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im Bethanien Frühere Veranstaltungen. |
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Montag, 27.02.2006: Einführungsveranstaltung Film: Vivir la Utopia (Juan Gamero, 1997) OMU
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Montag, 13.03.2006 Anarchistische Bewegung und Organisation in Spanien Die CNT organisierte große Teile der Bevölkerung in Stadt und Land. Ihrem Einfluß ist es im wesentlichen zu verdanken, daß die Revolution erfolgreich durchgeführt werden konnte. Zurück lagen der jahrzehntelange Aufbau anarchistischer Strukturen, die wiederum an bestehenden politischen und sozialen Bewegungen anknüpfen konnten. Aus dem Kampf gegen die Macht der Unternehmen, Großgrundbesitz, Kirche und Staat entstehen konkrete Organisations- und Politikformen, auf denen die revolutionäre Gesellschaft aufbauen kann. Darüberhinaus bauen die Libertären eigene Sozialstrukturen auf, die aus den konkreten Nöten der Menschen hervorgehen. Die mujeres libres kritisieren das spanische Patriarchat und organisieren Informationen zu Sexualauf-klärung, Abtreibung und Gesundheit. Überall werden freie Schulen nach dem libertären Vordenker Ferrer gegründet. So erfolgreich die Revolution von der Basis auch durchgeführt wird, so chancenlos erweist sie sich innerhalb des republikanischen Rahmens im Kriegszustand. Die CNT sieht sich genötigt, Regierungsverantwortung zu übernehmen. Dadurch erhofft sie sich eine Stärkung der Kräfte gegen die Faschisten und die Absicherung der von den Menschen erkämpften Freiheiten und revolutionären Strukturen. Allerdings hilft sie damit auch bei der Restauration des Staatsapparates, dessen Strukturen schon bald mit jenen der Revolution kollidieren. Wir wollen uns besonders mit folgenden Fragen beschäftigen: Was machte die Stärke der anarchistischen und syndikalistischen Bewegung aus und was waren die Ursachen? Welche Kampfformen wurden umgesetzt? Was waren die Vorstellungen von sozialer Revolution? Was bedeutete die Übernahme von Regierungsverantwortung für die Geschlossenheit der Bewegung? | |||
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Montag 27.03.2006 Revolution und Konterrevolution - die Reformation des Staatsapparates Der faschistische Putsch und die soziale Revolution marginalisieren zunächst die Macht des republikanischen Staatsapparates. Republikaner, Sozialdemokraten und Stalinisten betreiben jedoch intensiv die Restauration der Staatsmacht - schließlich auch unterstützt durch anarchistische Kräfte. Dabei achten die Stalinisten sehr konsequent darauf, in die Schlüsselpositionen der republikanischen Bürokratie zu gelangen. Tatsächlich sammeln sich innerhalb der Kommunistischen Partei und der sozialistischen Gewerkschaft UGT all jene Elemente, die dem freiheitlichen Kommunismus gegenüber feindlich eingestellt sind: Kleinbürger und Unternehmer, Angestellte und Beamte - Vertreter der eigentlichen revolutionären Klasse sind deutlich unterrepräsentiert. In der Folge kommt es immer häufiger zu Konfrontationen mit den revolutionären Strukturen, die schließlich im inneren Bürgerkrieg gipfeln. Die Spannungen entladen sich im Mai 1937 in Barcelona, als eine schwerwiegende kommunistische Provokation auf den militanten Widerstand der Anarchisten stößt. In Andalusien wird ein ganzes Regiment unter kommunistischer Leitung gegen die Selbstverwaltungsorgane und Kollektive eingesetzt, anstatt gegen die Francofaschisten zu kämpfen. In der Veranstaltung wollen wir den Verlauf der Restauration, Rolle und Wesen der dahinter stehenden Kräfte sowie die Folgen für die revolutionäre und antifaschistische Motivation herausarbeiten. | |||
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Montag, 10.04.2006 Wenn Revolution praktisch wird - Kollektivierung der Gesellschaft Die spanische Revolution hat vielfältige Beispiele dafür hinterlassen, daß Markt und Staat durch den Aufbau von Selbstverwaltungsstrukturen ersetzt werden können. Was zunächst aus wirtschaftlicher und sozialer Notwendigkeit heraus geschieht, wächst schnell zu einer Bewegung an, die ihre Produktionsmittel kollektiviert, den Wirtschaftsablauf rationalisiert und das Gemeinwesen sozialisiert. Die losgetretene Dynamik ist selbst manchen anarchistischen Funktionären nicht geheuer. Doch aller Aufrufe zur Zurückhaltung zum Trotz wird die soziale Revolution in den nicht von den Faschisten besetzten Regionen fortgeführt. Sie kommt erst zum Stillstand, nachdem der selbstverwaltete Wirtschaftskreislauf infolge des Kriegsverlaufs, administrativer Sabotage und Erpressung, sowie durch militärischen Druck zerstört wird. Wie funktionierte der Kollektivierungsprozeß? Wie wurde die Versorgung der Bevölkerung sichergestellt? Wie sahen die Selbstverwaltungsstrukturen in den Wirtschaftssektoren und auf regionaler und kommunaler Ebene aus? Welche Rolle spielte dabei die anarchistische Bewegung? | |||
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Montag 24.04.2006 Abschluss der Reihe über die spanische Revolution. Wir wollen die Bedingungen der sozialen Revolution von 1936 in Spanien mit denen des heutigen Status Quo vergleichen. Kann der Anarchismus jemals wieder große Teile der Bevölkerung organisieren? Ist Organisation überhaupt notwendig? Wie könnte eine zeitgemäße anarchistische Organisationsform aussehen? | |||
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Montag, 8.05.2006 20 Uhr: Anti-G8 Veranstaltung Kein vergessener G8 in Petersburg: globaler Aktionstag am 14. Juli
In diesem Jahr kommen die Staats- und Regierungschefs der acht mächtigsten Industrienationen vom 15. bis 17. Juli 2006 in St. Petersburg zusammen.
Film: SOS Itoitz (Baskenland, 2001) + kürzer Vortrag und Diskussion. Itoitz war ein kleines Dorf in Baskenland. In Zeiten des Franco-Faschismus würde entschieden, einen riesigen Staudamm aufzubauen, ein Projekt, das immer wieder verzögert wurde. Nach dem Tod des Diktators kam ein Regimewechsel, und die neuen PolitikerInnen entschieden, das Projekt fortzuführen. Der Aufbau des Staudamms kollidierte nicht nur mit spanischen und europäischen Gesetzen, sondern auch mit einen breiten Widerstand der lokalen Bevölkerung und auch verschiedener Gruppen, die direkte Aktion und Sabotage bevorzugt hatten. Besonders spektakulär war eine einfache Aktion, bei der ein Kabel durchgeschnitten wurde. Auf Grund dieser Sabotages wurden die Bauarbeiten für fast ein ganzes Jahr gestoppt. Am Ende wurde der Staudamm aufgebaut, aber die Probleme sind damit noch zu keinem Ende gekommen: Die östliche Seite des Baskenlandes ist geologisch sehr instabil, was über 200 Erdbeben in nur 6 Jahren verursacht hat. Wir werden diskutieren über die angewandten Aktionsformen - gewaltfreie direkte Aktion und Sabotage - und auch über die Konsequenzen - Kriminalisierung, Knast und Flucht - diskutieren. Was können wir davon lernen? Welche Parallelismen können wir mit anderen herrschaftsfreien Widerstandsbewegungen finden?
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Montag, 12.06.2006 19:30 Knast als Feld politischer Auseinandersetzung Infoveranstaltung mit anschließender Diskussion zum Thema: Grundlegende Knastkritik und Möglichkeiten für Anti-Knast- und Anti-Repressionsarbeit. Seit Jahren steht die radikale Linke und nicht nur die den immer offener um sich greifenden Repressionsinstrumenten mehr oder weniger hilflos gegenüber. Auf allen Ebenen können nicht nur Regierungen nahezu unwidersprochen neue Überwachungs-, Kontroll- und Strafmechanismen einführen. Das geht von privaten Sicherheitsdiensten, Kameraüberwachung, Datenabgleich, Telefon- und Internetüberwachung, über Raster- und Schleierfahndung, DNA-Analysen hin zu elektronischen Fußfesseln, Sicherheitsverwahrung und immer neuen Anti-Terrorgesetzen. Hinzu kommen immer härtere Strafmaße, der Neubau und die Privatisierung von Knästen und eine immer härtere Repressionswelle gegen linke Projekte, Gruppen, Einzelpersonen und Häuser.
Eine Veranstaltung mit ABC BERLIN | |||
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Montag, 26.06.2006 19:30 Film: Berufsrevolutionäre Der Film über die Projektwerkstatt und die politsichen Prozesse in Gießen Einblicke in die dörfliche Umgebung der Projektwerkstatt, Meinungen von DorfbewohnerInnen zu dem alternativen Projekt, Interviews mit den BewohnerInnen und Eindrücke von den Aktionen bis zur Essenbeschaffung aus klug ausgesuchten Müllcontainern - der neue Film "Berufsrevolutionäre" einer überregionalen Filmgruppe liegt jetzt auf DVD vor. Der Titel bildet dabei auch den Anlass: "Berufsrevolutionär" war die Antwort eines Aktivisten beim ersten großen Prozess gegen Projektwerkstättler im Dezember 2003 auf die Frage nach seinem Beruf. Der Film bietet denn auch Hintergründe zu den Justizfällen und dokumentiert in Auszügen den umstrittenen Prozess im Frühjahr 2005 vor dem Landgericht Gießen, als zwei Aktivisten nur aufgrund von belastenden Aussagen Gießener Polizisten zu bis zu 8 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt wurden.
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Montag, 10.07.2006 19:30 Filmabend: Tierrechte und Aktionsformen Es werden folgende Dokumentationsfilme gezeigt:
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Montag, 24.07.2006 19:30 Science Fiction und Anarchismus
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