Schläft sich wohl doch nicht so doll in muffigen Amtsfluren: Die
AktivistInnen des linken Wohnprojekts Yorckstraße 59 haben das Bezirksamt
Friedrichshain-Kreuzberg gestern Vormittag freiwillig verlassen. Sie hatten es
besetzt und dort übernachtet, um einen Räumungsstopp für ihr Projekt zu
erwirken. Bezirksbürgermeisterin Cornelia Reinauer (PDS) hatte sich zuvor gegen
eine Räumung entschieden. Reinauer will jetzt zusammen mit Innensenator Ehrhart
Körting (SPD) mit dem Besitzer der Yorckstraße 59 verhandeln. Eine Idee ist, dem
Besitzer im Tausch eine andere Immobilie anzubieten. Eine andere: den Bewohnern
ein Ersatzobjekt anzubieten. Der Yorck 59, wie sie jetzt ist, gibt Reinauer
keine Chance: "Die rechtliche Lage ist klar." Das sehen die AktivistInnen
anders, etwa Katja Krüger: "Bei Räumung wird es keine Ruhe geben, sondern nur
noch mehr Ärger." Mittwoch wollen sich die BewohnerInnen mit weiteren Politikern
treffen. Nicht umsonst haben sie sich auf die Fahne geschrieben: "Her mit der
politischen Lösung!" LN, JEN
FOTO: ROLF SCHULTEN
taz Berlin lokal Nr. 7619 vom 19.3.2005, Seite 25, 36 TAZ-Bericht LN / JEN, Foto-Text
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