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08.09.2006: NewYorck im Bethanien bleibt!
Der Stand zur Auseinandersetzung um die Besetzung des Südflügels im Bethanien und die Zukunft des gesamten Hauses hat sich seit Montag den 4.9. entscheidend geändert. Die Initiative Zukunft Bethanien (IZB) und die drei großen Parteien im Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg in Berlin haben sich darauf geeinigt, dass es keinen BürgerInnen-Entscheid im Oktober geben soll, sondern einen Kompromiss (PDF) ausgehandelt. 1000 Dank an die IZB und an alle UnterstützerInnen des BürgerInnenbegehrens und der anderen vielfältigen Aktivitäten im und um das Haus Bethanien! Schwarzer Kanal bleibt! Der Wagenplatz wird nicht verrückt! Rigaer 94, Brunnenstr. 183 und der Umsonstladen bleiben!
Aktuelles um das offene kulturelle, künstlerische und politische Zentrum von Unten im BethanienDerzeit (September 2006) und in den letzten Monaten schon passiert viel um das Bethanien als Ganzes, als dessen Teil sich die New Yorck versteht. Die aktuellsten Infos dazu gibts zumeist hier.
Pläne der Investoren Marc Walter und Gregor Marweld über den geplanten Verkauf des HH Yorckstrasse 59 als LuxusloftsDer Eingentümer und der Hausverwalter der Yorckstrasse 59, Marc Walter und Gregord Marweld, verklagten den Hausverein der ehemaligen Yorck59-BewohnerInnen unterdessen in einer Fülle von Prozessen auf astronomische Summen vermeintlich entgangener Mieterhöhungen und Räumungskosten. Das Hinterhaus steht seit der Räumung komplett leer. Nun planen Walter und Marweld mit Hilfe der Luxusimmobilienfirma SelectBerlin (www.selectberlin.de) die Sanierung und den Verkauf des Hinterhauses als Luxuslofts. 13 Nobelappartaments sollen stehen. Der Preis: ca. 400.000 Euro pro Stück (plus Maklercourtage, plus monatlicher Zahlungen von ca. 550 Euro "Wohngeld" für Hausverwaltung, Security, etc). Zynischerweise sollen diese Nobelappartements "New Yorck Lofts" heißen, angelehnt an unser Hausprojekt NewYorck59 im Bethanien. Download des Verkaufsprospekts (459 K) hier.
Luxuslofts in der Yorck59? Niemals!!!
Einladung zur Pressekonferenz am 6.6.2006, 11 Uhr im Rathaus Kreuzberg, Yorckstr. 4-11Die Yorck59 lebt! Ein Jahr nach der Räumung des Hausprojekts Yorckstrasse 59 gibt es die Yorck59 immer noch, und zwar in Form des Hausprojekts NewYorck59 im Bethanien, einer weiteren Hausprojekt-Gruppe und vielen AktivistInnen, die sich Tag für Tag für linke Freiräume und gegen die hässliche Stadtumstrukturierung durch Privatisierung, Kommerzialisierung und Vertreibung einsetzen. Am Jahrestag der Räumung möchten wir Euch/Sie zu einer Pressekonferenz einladen, die die folgenden Punkte ansprechen wird:
**YORCK59** Einladung als PDF
... weiter gegen die ugly Stadtumstrukturierung. 6.juni 2006, start: 18 uhr, Rathaus Kreuzberg, Yorckstr. 4. yorck59 - 1 jahr nach der räumung. demo-aufruf: PDF (2,4mb)
Start: Schwarzer Kanal, Michaelkirchstr.20, U-Bhf: Heinrich-Heine-Str. um 16.00 Uhr - die Demo findet im Rahmen der autoorganisationstage statt. Mehr Infos auf der Soliseite für den Schwarzen Kanal: http://www.yorck59.net/wpsksoli.html.
06.03.2006: Presseerklärung von NutzerInnen des Bethanien-Südflügels (Hausprojekt NewYorck59,
Initiative Zukunft Bethanien (IZB), Antirassistische Initiative (Dokumentationsstelle), Kolumbien-
Kampagne, Bundeskoordination Internationalismus BuKo, Libertad!, Kiez-Cafe, Kollektiv für
Kunst, Kultur und Kommunikation KuKKuk, Anarchistisches Veganes Info-Cafe): "Vertragsverhandlungen statt Räumungsvorbereitungen!" (PDF).
07.11.05: "New Yorck59 bleibt, PDS geht! Gegen die häßliche Stadtumstrukturierung!"
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Die Demonstration der NewYorck59 und ihrer UnterstützerInnen zur Linkspartei.PDS-Parteizentrale am Rosa-Luxemburg-Platz richtete sich gegen die von Linkspartei.PDS und SPD angewiesene Räumung der Menschen und Initiativen im Hausprojekt NewYorck59 im Südflügel des Bethaniens. Weiter wurde gegen eine neoliberale Stadtumstrukturierung protestiert, die in der Vertreibung einkommensschwacher Menschen aus den Innenstadtbezirken und der Kommerzialisierung von Kultur und öffentlichem Raum ihren Ausdruck findet. |
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Auf indymedia Mitschnitte vom freundeskreis v i d e o c l i p s mit
Redebeiträgen von der NewYorck59, der
Betroffenengemeinschaft Waldekiez und dem
Wagenplatz Schwarzer Kanal:
video 1, video 2, video 3. |
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7.11.05 (Montag) "New Yorck59 bleibt, PDS geht! Gegen die häßliche Stadtumstrukturierung!" - Demonstration zur Linkspartei.PDS-Parteizentrale am Rosa-Luxemburg-Platz. Anschließend: Druzbar mit Vokü und Cocktails! 6.11.05 (Sonntag): RECLAIM Bethanien: ab 10 Uhr Flohmarkt, ab 14 Uhr DO-iT-YOURSELF!-FEST: mit Musik, Ausstellung, Kaffee, Kuchen - Bringt euch ein! KEINE RÄuMUNG!
5.11.05 (Samstag):
12-15 Uhr am Heinrichplatz: Offenes Mikrophon und Informationen zur aktuellen Lage der NewYorck59 im Bethanien. Kommt dazu und erzählt von euren Erfahrungen mit der häßlichen Stadtumstrukturierung! 4.11.05 (Freitag): frauen-lesben-trans-veranstaltung: BAMBULE - film (1970) von ulrike meinhof über mädchen in "fürsorgeheimen". mit anschließender Diskussion mit damals beteiligter; 21:00 Offenes Plenum und Vokü 3.11.05 (Donnerstag): 19:00 Uhr Podiumsdiskussion der Inititiative Zukunft Bethanien zur Räumung des Bethanien; 21:00 Uhr Offenes Plenum
2.11.05 (Mittwoch): Ab 9:00 Uhr Brunch in der NewYorck59 im Bethanien
02.11.05: AntiRäumungsDemo in SO36 in Berlin-Kreuzberg
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Demo mit mehr als 500 Menschen gegen die von Linkspartei.PDS und SPD
im Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg angewiesene Räumung der
NewYorck59 im Bethanien --- vom Kottbusser Tor aus: "Für ein offenes Bethanien für alle". Zum Video auf indymedia vom freundeskreis v i d e o c l i p s.
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02.11.05: Presseerklärung der NewYorck59 im Bethanien zur anstehenden RäumungsbedrohungDie Pressemitteilung ist hier als PDF-Dokument zu finden.
01.11.05 AKUTE RÄUMUNGSBEDROHUNG(Dienstag): New Yorck 59 akut von Räumung bedroht. Heute wurde in der Bezirkamtssitzung beschlossen, an der bisherigen Linie des BA's festzuhalten. Es wurde der Polizei ein schreiben übergeben, welches eine Räumung der NewYorck59 ermöglicht. Deswegen kommt alle zahlreich und unterstützt uns! 19.10.05: Presseerklärung des Hausprojekts Yorck59 zur veränderten politischen Lage aufgrund des BürgerInnenbegehrens gegen die Privatisierung des BethaniensDie Pressemitteilung ist hier als PDF-Dokument zu finden.
19.10.05: Die Initiative Zukunft Bethanien hat dem Rechtsamt des Bezirks Friedrichshain /Kreuzberg die genaue Fragestellung zum BürgerInnenbegehren gegen die Privatisierungspläne für das Haus Bethanien mitgeteilt.Darin wird u.a. die Verwirklichung eines offenen kulturellen, künstlerischen, politischen und sozialen Zentrums im Haus Bethanien gefordert. Mehr Informationen und die genaue Fragestellung sind hier zu finden: http://bethanien.info.
29.08.05: Pressemitteilung aus der NewYorck59:
Die Pressemitteilung ist hier als PDF-Dokument zu finden.
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Um ca. 12:00 Uhr betraten ca. 20 festlich gekleidete UnterstützerInnen der Yorck59 die Landeszentrale der SPD, um ihr mit Sekt, klassischer Musik und Luftschlangen für ihr bisheriges Engagement zu danken und sie gleichzeitig an ihre Zusage vom 10.05.05 zu erinnern, einen Runden Tisch mit SenatorInnen, Hausbesitzer Marc Walter und BewohnerInnen des Hausprojekts einzuberufen.
Die SPD verweigerte jedoch jegliche Verhandlungen, rief unverzüglich die Polizei, und ließ das Haus mit Gewalt und unter Ausschluß der Öffentlichkeit räumen. Die Festgenommenen wurden erkennungsdienstlich behandelt und verbrachten bis zu 9 h in Polizeigewahrsam. Die UnterstützerInnen der Yorck59 verurteilen das Verhalten der SPD aufs Schärfste. Um ihren eigenen Wortbruch zu kaschieren, fällt ihnen nichts anderes ein, als unter Berufung auf das Hausrecht und mit dem Einsatz von Polizeigewalt Menschen zu kriminalisieren, die sich friedlich für ihre Rechte und eine soziale Stadt einsetzen. (Mehr auf der Presseseite) |
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34. Tag der offenen Tür der Berliner Polizei 2005 am 22.Mai 2005 in RuhlebenPolizei versucht im Vorfeld der Räumung die Yorck59 zu kriminalisieren und für den Tag der Räumung unter Polizeibeamten Stimmung zu machen.Es wird verbreitet, das die Anrirassistische Initiative ausgezogen sei, die Yorck wird als besetztes Haus dargestellt, verschiedenste linke Gruppierungen werden unter dem Thema 'Linksextremismus' so subsumiert, das der Eindruck entstehen soll, sie seien gewalttätig. Am Tag der offenen Tür gab es einen Raum: "Staatssicherheit" mit dem Thema "Linksextremismus". Eine Augenzeugin berichtet, das es dort 4 Wände zu verschiedenen Themen gab, einer davon war der Yorck59 gewidmet. Ein Transparent und diverses Informationsmaterial waren ausgestellt. Davor 2 lebensgrosse von der Polizei gebastelte, vermummte Puppen mit Wurfgeschossen in der Hand. Die Augenzeugin sprach eine offensichtlich dazu gehörende Beamtin an, gab zu erkennen, daß sie bzgl. Yorck59 gut informiert sei und fragte, wieso dieses Thema denn hier ausgestellt sei. Antwort: "es gehe um Hausbesetzungen und es stehe ja die Räumung an." Frage der Zeugin: "Aber da sind doch nicht nur MieterInnen drin, sondern auch Initiativen und Projekte." Antwort: ".... wieso, die ARI ist doch schon ausgezogen ....... (!!!!)" |
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19.05.05Ein neues Spässchen unserer Hausverwaltung: das Eingangstor zum ersten Hof wird zugeschweisst. Es können also keine PKW mehr in die Höfe fahren, (die Feuerwehr zum Beispiel auch nicht) allerdings können die, die drin stehen auch nicht mehr raus fahren. Ein PKW-Besitzer wird von Zivilpolizisten, die ihn verfolgen gestoppt und kassiert eine Anzeige wegen Sachbeschädigung, weil sie ihn verdächtigen die Schweissnähte geöffnet zu haben. |
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14.05.05: Auf die Plätze, Straßen, los! Yorck59 verteidigen!
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Am Samstagabend gabs die Demonstration (Demoaufruf) gegen eine Räumung der Yorck59. Nach Punkrock und Quetschenpaua auf dem Heinrichplatz startete die Demo um 19:30 Uhr und führte quer durch X-Berg und Mitte bis zur Yorck59, vorbei an der Köpi, dem Schwarzen Kanal, dem Waldekiez, dem Tommy-Haus und der SPD-Zentrale. Trotz ausdauernden Regens beteiligten sich etwa 500 Menschen, die Sambagruppe, sowie die Selbsthilfegruppe um M Punkt und Walter. Redebeiträge gabs von der Angolanischen Antimilitaristischen Menschenrechtsinitiative (IAADH), der ARI, der Offenen Uni Berlin, des Hausprojekts in Gründung, der Waldekiez-Initiative, der Alten Meierei in Kiel u.v.a. ... (mehr hier) | |
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09.05.05-11.05.05: Besetzung der SPD- und PDS-Landeszentralen: Her mit der politischen Lösung!In den letzten Wochen kam es zu vielen Gesprächen zwischen BewohnerInnen und PolitikerInnen der Bezirks-, Landes-, und Senatsebene, u.a. mit den Senatoren Erhard Körting und Harald Wolf, den Abgeordneten Zackenfels und Spranger (beide SPD), Esser, Oesterheld und Schruofeneger (Grüne), Zillich, Wechselberg, Krüger und Nelken (PDS), sowie mit den Bundestagsabgeordneten Ströbele und Barthel.Die Vielzahl dieser Gespräche ist ein deutliches Zeichen des großen öffentlichen Interesses an einer friedlichen Lösung, die den Erhalt des Hausprojekts Yorck59 sichern soll. Die breite zugesicherte Unterstützung ist bisher Lippenbekenntnis geblieben. Deshalb besetzten die UnterstüztzerInnen am 09.05. die beiden Parteizentralen der Landesregierung. Sie forderten, dass die folgenden Punkte in der Senatssitzung am 10.5.2005 behandelt werden: - ein Räumungsstop, bis eine politische Lösung für den Erhalt des Hausprojekts Yorck59 gefunden ist - die Einberufung eines Runden Tischs mit VertreterInnen des Berliner Senats und entsprechendem Druck zur Teilnahme auf den Eigentümer Marc Walter. - die schnellstmögliche Umsetzung eines Ringtausches.
Das Modell Ringtausch wurde mit den o.g. politischen VertreterInnen erarbeitet: Der Liegenschaftsfond würde die Immobilie mit Walter gegen ein gleichwertiges Gebäude tauschen und die BewohnerInnen könnten dann "ihr" Haus vom Liegenschaftsfond kaufen. 06.05.05:Wieder mal das Wasser!Hauptwasserrohr durchgesägt: BewohnerInnen und Initiativen seit 06.05, 15 Uhr ohne Wasser, Überwachungskameras im Hof installiert. Freitagnachmittag wurde die Wasserversorgung des gesamten Hinterhauses eingestellt. Nachforschungen der BewohnerInnen ergaben, dass das Hauptwasserrohr im Keller des 1. Hinterhofs gewaltsam durchtrennt und zugeschweisst wurde. Die gerufene Polizei blieb tatenlos. Auch Anrufe der Bezirksbürgermeisterin bei der Hausverwaltung und der Polizei blieben bislang ohne Wirkung. Eine weitere Schikane ist die Kameraüberwachung der beiden Höfe aus den Räumen der im Konflikt beteiligten Firma Serabag, die seit Dezember das Erdgeschoss des Hauses nutzt.03.05.05:Die Yorck wird darüber informiert, das es einen vom Gerichtsvollzieher festgesetzten Räumungstermin gibt: 30 Mai.01.05.05:Rücke vor bis zur SchlosssalleeAm 1.Mai fand um 13:00 Uhr eine von UnterstützerInnen der Yorck59 organisierte Demonstration unter dem Motto "Rücke vor bis zur Schlossallee" statt. Die Route der mit 1000 DemonstrantInnen (Polizei spricht von 800) gut besuchten Demonstration führte von der Yorck59 bis in die Waldemarstraße. Die Musik aus dem Lauti sorgte von Anfang an für gute Stimmung, wo sicher auch das gute Wetter seinen Teil dazu beitrug. Es gab eine Menge Redebeiträge, u.a. von der Ari über einen Hungerstreik im Abschiebeknast Grünau (Köpenick/Berlin) mit Ankündigung der Solidemo für nächsten Samstag den 7. Mai um 12 Uhr, S-Bhf. Spindlersfeld, einen Beitrag über Vertreibung und Umstrukturierung im Waldekiez, etwas über Prozesse in Hamburg ("Immer wieder pünktlich sein"), ein Redebeitrag vom Pirat sowie von einem besetzten Bauwagenplatz in Kassel.30.04.05:Yorck auf PDS Landesparteitag |
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Heute, den 30.04.05, fand im Energie Palast (beim Ostbahnhof) der Landesparteitag der PDS unter dem Motto 'Berlin-soziale Stadt' statt. Einige AktivistInnen aus der Yorck59 nahmen dies zum Anlass, um ihrer politischen Forderung nach dem Erhalt ihres Projektes Ausdruck zu verleihen. Nachdem die Bühne besetzt und ein Redebeitrag gehalten wurde, forderten die AktivistInnen eine eindeutige Stellungnahme der PDS-Landesebene zum Konflikt um die Yorck59. | |
20.04.05:Berlin - Soziale Metropole???Heute fand im Roten Rathaus am Alexanderplatz die vom Kommunalpolitischen Forum e.V. organisierte Veranstaltung 'Berlin' Soziale Metropole, Strategien für eine solidarische Stadtgesellschaft? statt. Dort saßen SenatorInnen Knake Werner (Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz), Junge-Reyer (Stadtentwicklung) und Wolf (Wirtschaft, Arbeit und Frauen) auf dem Podium um zusammen mit WissenschaftlerInnen über die 'wesentlichen Ziele einer sozialen Stadtentwicklung: Arbeit, Bildung, Integration, demokratische Teilhabe und lebenswerte Stadtteile' zu diskutieren.Yorck-UnterstützerInnen verteilten Flugblätter, entrollten vor der Bühne ein Transparent ('Die Häuser denen die drin wohnen - Yorck59 bleibt') und hielten einen spontanen Redebeitrag. 14.04.05: Presseinformationen zum bedrohten Hausprojekt Yorck59Yorck59 bleibt - und das ist auch gut so!Für eine politische Lösung zum Erhalt des Kreuzberger Hausprojektes! Räumung ist keine Privatsache!
ein Ringtausch über den Liegenschaftsfonds ist weiterhin möglich
Auf der heutigen Plenarsitzung des Abgeordnetenhauses ist die Spitze der Berliner Politik anwesend. (http://de.indymedia.org/2005/04/111921.shtml)
Das Land Berlin hat bereits Erfahrungen im Immobilien-Ringtausch. Kürzlich wurde ermittelt, dass Marc Walter im Dezember 2003 das Grundstück Yorckstr. 59 für nur 1,45 Mio Euro kaufte. Dies steht im eklatanten Kontrast zu den 2,5 Mio Euro, die er den BewohnerInnen der Yorck59 als Kaufpreis "anbietet" bzw. ein Ersatzobjekt des Liegenschaftsfonds zu diesem Wert erwartet. Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob die in Kaufverträgen genannten Summen dem realen Kaufpreis entsprechen. Dies ist bei Immobiliengeschäften nicht unbedingt der Regelfall. Die SEB-Bank (Herr Ohl) hatte 2003 das geäußerte Kaufinteresse der BewohnerInnen ignoriert. Heute gibt sie zu, dass sie bei einem Angebot von 1,3 Mio Euro mit den BewohnerInnen "gut ins Geschäft gekommen wäre", und so ein Selbstkauf des Projektes möglich gewesen sei.
Der Konflikt mit der Yorck59 wirkt sich bereits auf Marc Walters Immobiliengeschäfte aus. Vom Kulturprojekt Tacheles wurden der Yorck59 zwei Plakatwände gegenüber der Friedrichstraße 129 zur Verfügung gestellt, um unseren Protest zu unterstützen. Am Sonntag dem 3.4. fand dort eine Plakataktion statt, in der über die derzeitige Situation der Yorck59 informiert wurde und der gescheiterte Verkauf der Friedrichstraße 106 an Walter thematisiert wurde (http://de.indymedia.org/2005/04/111059.shtml). Marweld fotografierte die Aktion. Am nächsten Morgen waren die für Marweld und Walter heiklen Stellen der Plakatwände, ihre Namen und die Verbindung zur IHZ, überstrichen.
Unterdessen wurde bekannt, dass es überregional und international weitere Unterstützungsaktionen für die Yorck59 gab.
Mehr Informationen unter: |
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28.03.05 UnterstützerInnenaktion an der SiegessäuleUnterstützerInnen der Yorckstraße 59 entrollten am Ostermontag gegen 12 Uhr ein ca. 30 Meter langes Transparent von der obersten Plattform der Siegessäule: " Walter geht, Yorck59 bleibt!". Mehr Fotos und einen Bericht dazu gibt es unter: http://www.de.indymedia.org/2005/03/110358.shtml, weitere Presseartikel dazu auf dieser Seite in der Rubrik "Presse". Eine im Vorfeld dieser Aktion verschickte Presseerklärung lautete folgendermassen:
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Pressemitteilung vom 28.03.05
Am heutigen Montag, 28.03.05, wird gegen 12 Uhr eine spektakuläre Aktion
von UnterstützerInnen des akut von Zwangsräumung bedrohten Hausprojekts
Yorck59 stattfinden. |
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Der Konflikt um das Hausprojekt in der Yorckstrasse 59 ist eskaliert und
derzeit Thema auf allen politischen Ebenen. Einzig gangbare politische
Lösung, die zu einem Projekterhalt führt, ist das seitens der Politik
vorgeschlagene Tauschobjekt für den Hauseigentümer Marc Walter aus dem
Berliner Liegenschaftsfonds. Bei diesem Dreiecksgeschäft würde Herr Walter
das Objekt Yorckstrasse 59 gegen eine gleichwertige Immobilie aus dem
Fundus des Liegenschaftsfonds eintauschen. Die BewohnerInnen und
Initiativen des Hausprojektes könnten danach das Hinterhaus Yorckstr. 59
vom Liegenschaftsfonds kaufen. Ein Finanzierungskonzept für einen solchen
Kauf in Zusammenarbeit mit dem Mietshäusersyndikat
besteht seit über einem Jahr. Nun ist die Politik gefordert, Herrn Walter dazu zu bewegen, sich auf diese einzige Möglichkeit der Konfliktbeilegung einzulassen. Die Berliner Landesregierung und das Abgeordnetenhaus müssen sich nun der Öffentlichkeit und Herrn Walter gegenüber mit Nachdruck für eine solche Lösung einsetzen. Das in diesem Sinne bekundete Engagement der SenatorInnen Körting, Wolf und Junge-Reyer, des Bundestags-abgeordneten Ströbele, mehrerer Landesabgeordneter und der Bezirkspolitik ist noch lange nicht ausgeschöpft. Klare öffentliche Äußerungen sind nun gefragt, dass Investoren wie Herr Walter, die ihr einzelwirtschafliches Profitinteresse durch die Verdrängung von alteingesessenen BewohnerInnen zu erzielen versuchen, unerwünscht sind. Die Demonstration "Freiräume werden erkämpft, nicht erbettelt!" des Projekte- und Initiativenrats (PiRat) am 26.03. hat gezeigt, dass die Yorck59 in ihrem Kampf um den Erhalt des Projekts nicht alleine steht. Viele Initiativen und andere bedrohte Projekte, wie die Offene Uni Berlins, Wagenburgen und Hausprojekte, haben sich in den letzten Monaten an den vielfältigen Aktionen für den Erhalt der Yorck59 beteiligt. Weitere werden folgen bis der Erhalt des Hausprojekts in Form einer politischen Lösung gesichert ist. HauseigentümerInnen kommen und gehen....Yorck59 bleibt! |
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21.03.05Heute am 21.03.05 fand um 12.00 Uhr im Kreuzberger Rathaus in der Yorckstraße 4 - 11 das anderthalbstündige Gespräch zwischen VertreterInnen des Hausprojektes Yorck59, Innensenator Körting (SPD), Baustadtrat Schulz (Grüne), MdB Ströbele (Grüne), MdA Zillich (PDS) und einem Vertreter des Liegenschaftsfonds statt. Der Gesprächstermin wurde in Folge von Aktionen u.a. der Besetzung des Rathauses am 18.3.05 durch BewohnerInnen und UnterstützerInnen der Yorck59 erwirkt.Als mögliche Lösung wurde ein Ringtausch diskutiert d.h. dass Walter von Seiten des Liegenschaftsfonds ein entsprechendes Ersatzobjekt erhält, und die Yorck59 ihren geplanten Selbstkauf mit dem Liegenschaftsfond verhandelt. Schulz und Ströbele schlugen verschiedene Modelle vor, um diesen Tausch zu ermöglichen. Als Ergebnis kann festgehalten werden, dass von Senatsebene zugesagt wurde, weitere Verhandlungsgespräche mit Walter zu führen. |
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17.03.05+18.03.05Von Donnerstag, den 17. März, 15 Uhr bis Freitag Mittag wurde das Kreuzberger Rathaus von ungefähr 100 Personen besetzt. Es wurde darüber informiert, wie sich die Situation in der Yorck59 seit Herbst 2004 zuspitzt und darauf aufmerksam gemacht, dass der Interessenskonflikt zwischen Eigentümer und Hausprojekt nur durch eine politische Lösung zu beenden sein wird. Es wurde daher gefordert, dass der Berliner Innensenator Erhardt Körting zu einem Gespräch mit den BesetzerInnen ins Rathaus kommen solle, um einen Räumungstop zu garantieren. Gegen 19 Uhr kam Körting dann auch mit Bezirksbürgermeisterin Reinauer ins Rathaus, versprach aber lediglich, sich persönlich mit dem Hauseigentümer Marc Walter in Verbindung zu setzen. Er wird ihn noch einmal darüber informieren, dass der Liegenschaftsfonds Walter Ersatzobjekte anbietet, wie bereits letzte Woche geschehen.Heute, am 18. März fand um 11 Uhr eine Pressekonferenz mit den BewohnerInnen der Yorck59 und anderer Projekte sowie deren UnterstützerInnen im Sitzungssaal der Bezirksvollversammlung statt. Sechs Personen aus der Yorck59 und anderen bedrohten Projekten (Offene Uni Berlins und Schwarzer Kanal) informierten die Medien über den Zweck der Besetzung und erklärten ihre Forderungen. Die Bezirksbürgermeisterin erschien gegen Ende der Konferenz. Danach wurde die Besetzung beendet und beschlossen, die Verhandlungen zwischen Innensenat und Bezirksamt mit dem Hauseigentümer der Yorckstr. 59, Marc Walter erst einmal abzuwarten und dann weitere Schritte zu planen, um den Erhalt des Hausprojektes politisch zu erkämpfen. Parallel zur Pressekonferenz unterstützten AktivistInnen den Widerstand der Yorck59 mit einem Transparent beeindruckender Größe (ca. 6X10m), das in einer Kletteraktion vom 10. Stockwerk des Rathauses an der Aussenwand befestigt wurde. |
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11.03.05-14.03.05Am Freitag 11.03. wurden wir von Frau Reinauer darüber informiert, das Hausverwalter Marweld bei ihr angerufen hatte und sagte, das seine Familie angegriffen worden sei, er uns Wasser und Heizung abstellt und uns jetzt endgültig räumen lassen will. Weitere Informationen waren von Frau Reinauer nicht zu bekommen, da die Handyverbindung dann unterbrochen war und sie nicht weiter erreichbar war.Als dann abends wircklich die Heizung und das Wasser aus waren, fingen wir an, im Internet nach einer Erklärung für diesen neuen Anfall vom Hausverwalter zu suchen. Wir fanden eine Erklärung darüber, das Farbeier auf das Büro der Immobilienfirma von Marwelds Mutter geworfen worden seien. Am 12.03. riefen wir dann den Hausmeister an, der zunächst sagte er würde sich kümern, dann war er aber nicht mehr zu erreichen, die Hausverwaltung war natürlich sowieso nicht zu erreichen. Wir sassen also bis zum Montag 14.03. in der Kälte auf dem trockenen und um 8 Uhr ging dann die Heizung wieder an. Nachdem wir von der von Marweld im Erdgeschoss eingesetzten Firma (Serabag) sagten, sie sollen auch das Wasser wieder anstellen, stellten sie auch das Wasser wieder an. Ebenfalls am Montag morgen hatten wir den zweiten Prozesstermin wegen der von Walter+Marweld gegen uns gerichteten Unterlassungsklage (es geht um das Hoffest im Sommer, was sie verbieten wollten und ein Verbot von sämtlichen Veranstaltungen und Parties), das Urteil wird so in 2 Wochen gesprochen. Am Freitag morgen 18.03. wird es dann den Räumungsprozess gegen die Antirassistische Initiative geben. 10.03.051) Zeitungsausgabe über die Yorck59:Ab nächste Woche werden in folgende Zeitungen Beilagen über die Situation in der Yorck59, Situation in anderen Projekte, kapitalistische Stadtumstrukturierung und Widerstandsmöglichkeiten veröffentlicht: - Junge Welt am Montag den 14.03 - TAZ am Montag den 14.03 - Jungle World am Mittwoch den 16.03 - AK Nr. 493 (nächste Ausgabe) Der Titel der Beilage lautet: "Yorck59 bleibt! - Keine Räumung niemals!", und beinhaltet folgende Themen: Seite 1 - Berliner Hausprojekt Yorck59 akut von Räumung bedroht - Zur aktuellen Situation des räumungsbedrohten Hausprojektes Yorck59 - Geschichte und Geschichten des Hausprojektes Yorck59 - Bleiberecht für alle - die Antirassistische Initiative - Das Anti-Hartz-Bündnis Seite 2 - Stadtentwicklung und Stadtumstrukturierung (nicht nur) in Berlin - Alternative Projekte im Zangengriff von Immobilienmarkt, Stadtpolitik und Yuppiekultur - Planfeststellungsverfahren Berlin Gleisdreieck - Die Berliner Linie hat bisher alle Regierungsvarianten überdauert - Rent-Gap-Theorie und Gentrification Seite 3 - Widerstand - Beitrag zur und von der "Betroffenengemeinschaft Waldekiez" - Widerstand des Wagenplatzes Schwarzer Kanal gegen MediaSpree - Hamburger Wagendemo - Strategien gegen private Hausbesitzer Seite 4 -Unterstützung - UnterstützerInnen - Yorck59 braucht Eure Unterstützung! - Veröffentlichung: Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen - Links, Termine, Impressum 2) Film-Clip über die Yorck59. Idee und Produktionsleitung: - Workstation Ideenwerkstatt Berlin e.V. http://www.workstation-berlin.org - AK Kraak: http://www.akkraak.squat.net Der Filmclip ruft zum Aufbau, Erhalt und zur Unterstützung selbstverwalteter und selbstorganisierter linker Strukturen (in der Stadt Berlin) auf. Diese Projekte mit Raum für Wohnen, Arbeiten und politisches Engagement bilden Lebensräume für Teile der (Berliner) Bevölkerung, welche selbstbestimmt und selbstbeauftragt ihr Leben möglichst herrschaftsfrei realisieren und sich somit in Theorie und Praxis für die Umsetzung 'einer anderen Welt' einsetzen. Am Beispiel des derzeit akut von Räumung bedrohten Projekts Yorck59 wird die andauernde Bedrohung dieser Lebensräume exemplarisch dargestellt, der Clip will aber auf alle linken Projekte (der Stadt) und deren notwendigen Erhalt hinweisen. Neben der yorck59 gibt es weitere räumungsbedrohte und sonstwie in ihrer Existenz gefährdete Projekte wie Wagenburgen, politische Initiativen und Hausprojekte deren Erhalt ebenso notwendig ist. Mittels des Mediums 'Werbespot' im Kino soll dieser Aufruf in den kommenden Wochen viele Menschen erreichen und sie mit der Thematik konfrontieren. Der Spot legt am Ende den Betrachter/innen die Handlungsebene in die Hand, zeigt also Möglichkeiten auf und ist somit weder diffamierend, belehrend oder negativ in seiner Aussage, obgleich die einzelnen Szenen deutlich und intensiv sind. Ab heute Donnerstag wird der Film mindestens in folgende Kinos gezeigt: Acud, Balasz, Central, Fsk, Hackesche Höfe, High End 54, Intimes, Kino in der Brotfabrik, Lichtblick, Moviemento, Neue Kant Kinos, Nickelodeon, Regenbogen, Sputnik, Südstern, Tilsiter Lichtspiele, Xenon... Ansonst kann der Film unter folgender Adresse runtergeladen werden: http://www.y59.de 04.02.05Presseerklärung der BewohnerInnen zum Runden Tisch:Sehr geehrte Damen und Herren, Am 4.2.05 fand im Friedrichshain-Kreuzberger Rathaus von 11.00 bis 13.00 Uhr ein Runder Tisch statt. Dieser war von der Bezirksbürgermeisterin Cornelia Reinauer einberufen worden, um auf eine politische Lösung zum Erhalt des Hausprojekts Yorck59 hinzuarbeiten. Der Hauseigentümer Marc Walter und der Hausverwalter Boris Gregor Marweld weigerten sich am Runden Tisch teilzunehmen. Sie hatten im Vorfeld ihre Bedingung für eine Teilnahme gestellt: die sofortige Herausgabe aller Namen der HausbewohnerInnen, ein Erpressungsversuch, da eine Herausgabe der Namen eine eventuelle Räumung erheblich erleichtern würde. Diesen Beitrag zu ihrer eigenen Räumung konnten die VertreterInnen des Hausprojekts verständlicherweise nicht leisten. Als Thema des Runden Tisches standen die Forderungen des Projekts nach einer politischen Lösung in Form eines langfristigen Projekterhalts durch einen Kauf des Hauses durch die BewohnerInnen in Zusammenarbeit mit dem Freiburger Mietshäusersyndikat im Raum. Solche Kaufverhandlungen können nur in Verbindung mit einem sofortigen Räumungsstopp und einer Aussetzung des juristischen Wegs seitens des Hausbesitzers, der die BewohnerInnen unter erheblichem finanziellem Druck stellt, stattfinden. Die VertreterInnen des Projekts unterstrichen mehrfach, dass hier besonders der Verzicht auf der Namenherausgabe und die Einstellung der Forderung nach Nutzungsentschädigung in Form einer 55%ige Mieterhöhung unabdinglich sind. Der Runde Tisch entschied, diese Forderungen politisch zu unterstützen und an die Öffentlichkeit zu tragen. Desweiteren wurde der Wunsch an die Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg gerichtet, ihre Resolution zum Erhalt des Projekts vom Mai letzten Jahres zu überarbeiten und die vom Runden Tisch geäußerten Forderungen zu übernehmen. Als unabhängiger Vertreter merkte Prof. Wolf-Dieter Narr an, dass er symbolisch in das Hausprojekt Yorck59 einziehen würde, um eine Forderung nach einem Rämungsstopp Ausdruck zu verleihen. In einem Telefonat mit der Bezirksbürgermeisterin wenige Stunden vor dem Beginn des Runden Tisches äußerten der Hausbesitzer und sein Verwalter einen weiteren vermeintlichen Grund für ihr Nicht-Erscheinen. In der Nacht seien Schmierereien an ihr gemeinsames Objekt in der Friedrichstr. 129 angebracht worden. Das Hausprojekt Yorck59 bekräftigte sein dem Hausbesitzer schriftlich unterbreitetes Kaufangebot vom Ende Oktober. Darüber hinaus signalisierten sie die Möglichkeit, beim Zustandekommen von konkreten Kaufverhandlungen sich auch über einen Kauf des gesamten Gebäudekomplexes Yorckstr. 59 inkl. des Vorderhauses verhandlungsbereit zu zeigen. Frau Reinauer erklärte zum Schluss des Runden Tisches, dass sie sich kommende Woche erneut mit dem Hauseigentümer in Verbindung setzen werde.... Stand am 03.02.05Am 04.02.05 wird ein runder Tisch stattfinden, um eine politische Lösung für das akut räumungsbedrohte Hausprojekt Yorck59 zu finden.Eine politische Lösung für das Hausprojekt bedeutet: Räumungsstopp, um vor diesem Hintergrund über einen Kauf des Hauses verhandeln zu können. Oberste Priorität ist dabei der Erhalt des 16-jährigen Hausprojekts. TeilnehmerInnenliste des Runden Tisches: Frau Reinauer (Bezirksbürgermeisterin) Herr Schulz (Stadtrat für Stadtentwicklung und Bauen) Herr Narr Frau Junge-Reyer (SenStadt) Herr Wolf (SenWAF) Herr Ströbele (MdB) Fraue Oesterheld (Bau- und Wohnungspolitische Sprecherin der Grünen im Bezirk) Herr Zillich (PDS Abgeordneter, Mitglied im Innenaussschuss) Herr Zackenfels (SPD Abgeordneter) VertreterInnen der Yorck59 Herr Walter (Hausbesitzer) Herr Marweld (Hausverwalter) 01.02.05Um fünf vor zwölf gab es vor dem Rathaus Kreuzberg eine Theaterperformance. Im Theaterstück wurde dargestellt, dass ein Spekulant im Rahmen der Privatisierung das Rathaus gekauft hat. Das hatte böse Folgen für die Bezirksbürgermeisterin und ihre MitarbeiterInnen. Im Rathaus wurden Mauern entdeckt, Schlösser wurden ausgetauscht und das Telefon funftionierte nicht mehr. Die Aussage des neuen Besitzers er wolle ein Fitnessstudio und einen Juwelierladen aus dem Rathaus machen, gab der Bürgermeisterin den Rest, worauf sie weinend zusammenbrach.13.01.05Gespräch mit Frau Reinauer und Herrn Kallin (Abschnittsleiter der Polizei), wo die Vorfälle Ende 2004 besprochen werden. Da wir schon erneut ein Kaufangebot an Walter geschickt haben, soll Frau Reinauer ihn nach seinem Angebot fragen.12.01.05Besuch des Roten Rathauses: Eine Delegation versucht einen Termin mit Wowereit zu bekommen, sie werden von einem Vertreter abgewimmelt. Ca.100 Personen versammeln sich vor dem Rathaus, um die Delegation zu unterstützen. Die Polizei verweigert die Anmeldung einer spontanen Kundgebung, deshalb gab es noch eine kurze spontane Demonstration vor dem Adlon in Richtung Friedrichstr.10.01.05Prozesstermin wegen einer Unterlassungsklage, die sich auf ein Hoffest im Sommer 2004 bezieht. Es geht in der Klage darum, dass der Hausbesitzer jegliche Veranstaltungen, wie Partys, Lesungen, Diskussionsrunden verbieten will. Ein Urteil wird nicht gefällt. Urteil vom 23.12.04 wird zugestellt. Es besagt nicht nur, dass die Namen der BewohnerInnen herausgegeben werden müssen, sondern auch, dass sämtliche Etagen geräumt werden sollen, weil es sich um einen Gewerbemietvertrag handelt, der ausgelaufen ist. Der Verein Färbung e.V. hätte keine Untermietverträge über diesen Zeitraum hinaus ausstellen dürfen, Die Richterin hat die 16 Jahre dauernde Wohnnutzung nicht in ihr Urteil einbezogen. | ||
Zusammenfassung der Ereignisse vom 23.12.04 - 06.01.05Welche Begegnungen es in jüngster Zeit gab... Seit dem 23. Dezember 2004 haben die Schikanen von Marweld eine weitere Steigerung erfahren. Mittlerweile wird im Kampf um das Haus von Seiten des Hausverwalters zu härteren Mitteln gegriffen und versucht, auch ohne Rechtsgrundlage Tatsachen zu schaffen. In der Nacht vom 23. auf den 24.12.2004 wurde in die 2. und 3. Etage eingebrochen, wo u.a. die Druzbar stattfindet und die ARI ihr Büro hat. An jeweils beiden Eingängen wurden Mauern hochgezogen und die Etagen durch ein Schreiben an den Türen als 'Büro Malermeister Lampert' betitelt. Die Polizei weigerte sich Anzeige aufzunehmen. Als die BewohnerInnen nach Absprache mit ihren AnwältInnen die Räume wieder öffneten, rief der angebliche neue Mieter Lampert die Polizei, die in Begleitung von Marweld anrückte und nach längerer Diskussion die Schlösser ohne Einverständnis der BewohnerInnen auswechselte. Am Rande des Geschehens schlug der in Rage geratene Marweld einem Hausbewohner ins Gesicht. Später stellte sich heraus, dass die Räume nicht (wie von der Polizei angekündigt) für beide Parteien verschlossen wurden, sondern dass Marweld im Besitz der Schlüssel ist. Die Polizei hatte die Schlüssel nämlich an Marweld überreicht und sich damit in einem ungeklärten Rechtsstreit auf seine Seite positioniert. Der Kampf um die Etagen ging weiter. Durch eine Pressekonferenz, zu der auch die Büroräume wieder geöffnet wurden, sollte die neue Brisanz im Hauskampf in die Öffentlichkeit getragen werden. Seitdem werden die Räume wieder genutzt. Am 6.1.2005 versuchte Lampert erneut, sich Zugang zu den Räumen zu verschaffen. Dies wurde allerdings von BewohnerInnen und UnterstützerInnen verhindert. Die von Lampert gerufene Polizei verhielt sich dieses Mal neutraler und riet Lampert, die Räume nicht zu betreten. Seitdem hat die Polizeipräsenz vor der Yorck59 und bei Marweld und Walter, die laut taz unter Staatsschutz stehen, zugenommen. Am 05.01.05 folgt ein Gespräch mit Bezirksbürgermeisterin Reinauer und Bausstadtrat Schulz, die sich über die Lage informiert haben und uns ihre Unterstützung zusichern. |
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Stand Dezember 04
29.11.04: Prozess gegen Färbung e.V. (Hausverein der Yorck59)
1.12.04, 10 Uhr: Hoffrühstück
1.12.04: Spontaner Hausbesuch bei Walter Stand September04/allgemeines zum Projekt unter:ProjektDie IHK Dafür haben wir in den letzten Monaten einiges getan. Kurz gefasst, haben w ir für Medienöffentlichkeit gesorgt (nachzulesen auf www.yorck59.net), Kund gebungen gemacht, waren auf Straßenfesten präsent, haben tolle T-Shirts bed ruckt und Soli-CDs verteilt, Hoffeste gemacht, uns im PIRAT (Projekte und Initia tiven-Rat) organisiert und der Bezirksverwaltung nahegelegt, uns, als unverzicht barem Kiezprojekt, bei einem Runden Tisch mit dem Eigentümer den Rücke n zu stärken. Die BVV (Bezirksverordnetenversammlung, das Bezirksparlament) hatte sich im Juni für den Erhalt der Yorck59 samt der bestehenden Projektstruktur ausgesprochen. Die Bürgermeisterin Frau Reinauer (PDS) und Bezirksstadtrat Schulz (Grüne/Bündnis90) haben sich nun jüngst mit Marc Walter und Boris Gregor Marweld (Eigentümer bzw Verwalter) getroffen. Diese zeigten sich angepisst von unserer Öffentlichkeitsarbeit und unserer Unterstellung, sie wollten luxusmodernisieren (dabei haben wir klar gesagt, sie würden Luxusmieten verlangen, von Modernisierung war sowieso nie die Rede). Da beide im Vorfeld des Kaufes davon informiert waren, dass wir keine höhere Miete zahlen können, fragt sich, was sie mit dem Haus vorhaben. Angeblich haben sie nichts gegen uns und wollen nur ihre liebe Ruhe. Nun, nach Erstellung des IHK-Gutachtens zeigen sie sich so 'kompromissbereit', uns höchstens noch 5 Jahre bei 55%ig höherer Miete wohnen zu lassen - was sie vertragsgemäß sowieso müssen! Das heißt, sie haben erst in 5 Jahren eine entsprechende Gewinnerwartung, die wohl ihren Kauf so richtig rentabel machen soll, und wollen während dessen einen kleineren aber immerhin fest kalkulierbaren Gewinn einstecken. Unser Plan vom letzten Jahr, das Hinterhaus selbst zu kaufen, steht noch als Angebot. Nach unserer Kalkulation kann das Haus mit den derzeitigen Mieten ohne Verluste bewirtschaftet werden. Anscheinend geht es Walter & Marweld aber ums Prinzip, weshalb sie nicht so schnell aufgeben wollen. Der Begriff 'Eigentumsideologen' fiel in dem Zusammenhang und bringt ihre Haltung wahrscheinlich auf den Punkt. Außerdem investieren sie viel Zeit und Mühe in uns. Denken wir nur an die Versuche, unser Hoffest vom 31.7. zu verbieten, uns prinzipiell die Hofnutzung zu untersagen, oder an die wöchentlichen Plakatentfernungsaktionen in der Hofdurchfahrt und im Treppenhaus. Aktuell verklagen sie uns auf Herausgabe der Namen der Leute, die hier wohnen, wahrscheinlich um Räumungsklagen vorzubereiten. Mit einer Unterlassungsklage wollen sie uns nicht nur die gemeinsame Hofnutzung verbieten, sondern auch Veranstaltungen in unseren Räumen; wegen angeblicher Lärmbelästigung. Und was machen wir? An der von ihnen geäußerten Sensibilität in Punkto Veröffentlichung des Konfliktes und ihrer Namen müssen wir dran bleiben. Eine gute Öffentlichkeitsarbeit und Druck bzw Solidarität von außen sind die Stränge, an denen wir weiter ziehen müssen, wollen wir uns nicht zu einer 'privatwirtschaftlichen Angelegenheit' degradieren lassen (so die CDUFDP in der damaligen BVV-Sitzung).
Yorck59 goes Hamburg
Yorck59 goes Friedrichstraße | ||